Tipps 2017-07-17T13:23:02+00:00

Tipps

Wann geht`s los?

Informieren kann man sich nicht früh genug.

„Ernst“ sollte jede Braut gut acht Monate vor dem Hochzeitstermin machen. Und zwar mit dem Besuch im Brautmodenfachgeschäft.

Sich so früh auf den Weg zu begeben ist wichtig, da manche Kleider einer Lieferzeit von 3-6 Monaten haben. Bedenken Sie, dass manches Kleid vielleicht erst noch in Ihrer Größe oder in eine andere Farbe nachgeordert werden muss. Auf ein paar Nachbesserungen und Änderungen müssen wir auch Rücksicht nehmen. All das kostet Zeit.

Deshalb Brautkleid lieber früher als zu spät kaufen. Nicht zuletzt ist es ja auch der Ausgangspunkt für vieles mehr: den Anzug des Bräutigams, die Accessoires, das Probestyling mit Frisur und Make-up.

Noch ein kleiner Tip: Ein guter Zeitraum für Schnäppchenjäger sind die Monate September bis Anfang Dezember, denn in dieser Zeit bieten viele Geschäfte Kleider der abgeschlossenen Saison mit starken Preisreduzierungen an, um Platz für die neue Kollektion zu machen, die meist zwischen Ende September bis Januar eintrifft.  Dann ist Auswahl erfahrungsgemäß am größten!

Bräute die etwas knapp in der Zeitplanung sind, brauchen an dieser Stelle jedoch keine Angst bekommen. Bianca´s Brautmoden hat jederzeit eine schöne Auswahl von Kleidern, die direkt verfügbar sind und außerdem Firmen an der Hand, die auch recht schnell liefern!

 

Wer geht mit?

Eine viel diskutierte Frage. Mutter? Schwiegermutter? Schwester? Beste Freundin? Oder gar der Bräutigam? Eines jedenfalls ist sicher: Es sollten nicht zu viele sein. Ein bis zwei Begleitpersonen reichen völlig. Klären Sie für sich, wen Sie am liebsten bei sich haben. Es sollte die Person sein, der Sie durch und durch vertrauen, die Ihren Geschmack kennt und vor allem billigt, Ihnen ehrlich sagt, was ihr gefällt und zwar ohne dabei ihren eigenen Geschmack durchsetzen zu wollen. Wer den Bräutigam mitnimmt, sollte bedenken, dass er sich selbst und seinen Schatz damit eine wunderbare Überraschung am Hochzeitstag beraubt. Der Augenblick, wenn er Sie erstmals in der Robe sieht, gilt bei vielen Hochzeitspaaren schließlich als der Moment, der Sie am tiefsten berührte. Möchten Sie das missen?

 

Wohin am besten?

Ein Brautkleid kauft man im Fachgeschäft. Nur hier gibt es eine große Auswahl und fachkundiges Personal, das mit Rat und Tat zur Seite steht. Denn das ist bei der Anprobe von großen Roben unverzichtbar. Eine entsprechende Beratung mit Rücksicht auf Ihren Typ und Stil hilft dabei, die richtige Entscheidung zu treffen. Je größer die Auswahl, desto schöner, andererseits jedoch auch umso verwirrender. Wenn ein Kleid neben dem anderen an der Stange hängt, fühlen sich selbst sicherste Shoppingfans leicht überfordert. Deshalb ist ein eingehendes Beratungsgespräch unerlässlich. Eine erfahrene Verkäuferin wird aus Ihren Worten und Ihrem Auftreten schnell herauslesen, was Sie sich Vorstellen und was zu Ihnen passt, um Ihnen dann gezielt die Kleider zu präsentieren, die in Frage kommen.

 

Worauf ist zu achten?

  • Erstens: Vereinbaren Sie am besten grundsätzlich einen Beratungstermin. Ein Brautkleidkauf ist kein schnelles Shopen, da braucht man Zeit, und die möchte sich auch das Personal nehmen.

  • Zweitens. Steuern Sie nie mehr als drei Fachgeschäfte an. Je mehr Sie gesehen und anprobiert haben, desto schwieriger wird die Entscheidung. Kleiner Tipp: Wenn Sie sich mit einem Kleid wohl fühlen und Ihr Bauch sagt: „Das ist es!“, dann wühlen Sie nicht weiter. Glauben Sie der Erfahrung aller Bräute vor Ihnen: Es kommt nichts Besseres nach!
  • Drittens: Gehen Sie frisch geduscht, mit neutralen Dessous und unaufdringlich parfümiert zur Brautkleidanprobe. Auch aufs üppige Make-up sollten Sie diesmal verzichten. Schließlich möchten doch auch Sie keine verschmierten Kleider präsentiert bekommen.
  • Viertens: Brautmode ist kostbar. Lassen Sie die Finger davon, sich zwischen den Kleidern durchzuwursteln und sie einfach hervorzuziehen. Überlassen Sie dies den Verkäuferinnen. Die wissen genau, wie sie mit kostbaren Stoffen umzugehen haben und helfen Ihnen auch bei der Anprobe. Genießen Sie einfach, von vorne bis hinten bedient zu werden.

  • Fünftens: Beachten Sie, dass mögliche Änderungen nicht im Kaufpreis enthalten sind, sondern extra berechnet werden. Dabei gilt die Regel: Je aufwändiger, desto teuerer. Während das Kürzen des Rockes sicher schneller erledigt ist, kann eine Änderung der Taille an einem bestickten oder paillettenverzierten Kleid dauern, da das Design am Ende ja wieder stimmig aussehen muss. Lassen Sie sich deshalb auf jeden Fall einen Kostenvoranschlag geben.

  • Sechstens: Vergessen Sie die Accessoires nicht! Es bietet sich an, sie gleich mit auszuwählen, wenn Sie ohnehin schon Ihre Traumrobe tragen.

Hochzeitsbräuche:

Polterabend

Wie der Junggesellenabschied findet der Polterabend ebenfalls vor der Hochzeit statt und steht auch für das Ende des bisherigen Lebensabschnitts. Der Polterabend wird in der Regel deutlich rustikaler beispielsweise mit Grillwürstchen oder einer Gulaschsuppe statt eines festlichen Menüs gefeiert. Oft wird zu diesem Anlass auch gar kein Essen gereicht, sondern lediglich viel getrunken. Je nach Anzahl der zu erwartenden Gäste und Größe des eigenen Grundstücks wird der Polterabend meist im eigenen Garten oder in der Garage und/oder Einfahrt gefeiert.

Das „Poltern“ vor der Hochzeit wird bereits seit dem frühen 16. Jahrhundert begangen. Dabei wurde damals viel Krawall und Krach veranstaltet, um böse Geister und negative Einflüsse vom Brautpaar fernzuhalten. Freunde und Bekannte zogen durch die Straßen und erzeugten mit Stöcken und Peitschen einen Höllenlärm. Da diese Vorgehensweise doch sehr belästigend für die Anwohner war – das Poltern wurde in manchen Regionen sogar per Dekret verboten – bürgerte sich mehr und mehr der Polterabend in geschlossenen Räumen ein. Zur Lärmerzeugung beschränkte man sich dann auf das Zerschlagen von Porzellan-, Keramik- und Tongeschirr. Zerschlagenes Geschirr galt und gilt als Symbol für Glück und reiche Nachkommenschaft.

Das Zerschlagen von Geschirr und Porzellan ist heutzutage oft noch fester Bestandteil des Polterabends. Ebenso wie das gemeinsame Aufkehren der Scherben durch das Brautpaar, was als Symbol dafür stehen soll, dass es in Zukunft alles gemeinsam anpacken wird. Kehrt der Bräutigam allerdings alleine die Scherben auf, soll dieses zum Ausdruck bringen, dass er jetzt zum letzten Mal den Besen in die Hand nimmt.

Falls Sie nicht wollen, dass auf Ihrem Polterabend „richtig gepoltert“ wird, sollten Sie dieses gleich mit der Einladung erwähnen. In diesem Zusammenhang ist es in ländlichen Regionen oft so, dass nicht extra zum Polterabend geladen wird. Wer das Brautpaar kennt, der kommt einfach vorbei. Der Termin für den Polterabend verbreitet sich von alleine sehr schnell. Übrigens, eine Zeitlang war es ein regelrechter Sport sämtliche Polterabende in der näheren Umgebung zu besuchen und zwar unabhängig davon, ob einem das Brautpaar bekannt war oder nicht. Zusätzlich kennt man auf dem Land neben dem Zerschlagen von Geschirr auch noch einen weiteren Brauch zum Polterabend. – Freunde oder Nachbarn des Brautpaares reisen zum Polterabend mit einem Heugebläse und Papierschnipseln an und verwandeln damit den Hof des Paares in eine weiße Landschaft. In der Regel braucht das Brautpaar dabei jedoch nicht in Panik auszubrechen, da die Nachbarschaft am nächsten Tag im Austausch gegen das ein oder andere Bierchen zum Aufräumen anrückt.

Traditionsgemäß sollte der Polterabend am Vorabend der Hochzeit stattfinden. Nur bedeutet dieses in der Praxis für das Brautpaar zwei Festtage mit viel Stress hintereinander, deshalb gehen immer mehr Brautleute dazu über den Polterabend einige Tage bis eine Woche vor der Hochzeit zu veranstalten.

 

Junggesellenabschied / Junggesellinnenabschied

Mit der Hochzeit beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Deshalb wird die bevorstehende Hochzeit meist zum Anlass genommen, um mit alten Freunden Abschied zu feiern. Früher waren es in der Tat in der Regel die Männer, die den Junggesellenabschied für ein ausgelassenes Trinkgelage nutzen. Heutzutage feiern aber auch immer mehr Bräute vor der Hochzeit einen Junggesellinnenabschied.

Bei der Gestaltung des Junggesellenabschieds haben Sie vollkommen freie Hand. Sie selber entscheiden, mit wie viel Gästen und ob Sie lieber auswärts oder in der eigenen Wohnung feiern wollen. Manchmal übernehmen allerdings auch die Freunde das Kommando und überraschen Sie mit einem Junggesellenabschied und kleinen – mitunter gemeinen – Aufgaben, die Sie lösen müssen.

 

Bräuche zum Junggesellenabschied

Der Junggesellenabschied oder Junggesellinnenabschied wird in vielen Ländern der Welt mit reichlich Alkohol und mit damit verbundenen Bräuchen begangen.

So gibt es beispielsweise beim Junggesellinnenabschied in Brasilien den Brauch des Chá de Panela. – Dabei bringen die Freundinnen der Braut Geschenke mit. Die Braut muss dann raten, was das für Geschenke sind. Wenn Sie richtig liegt, darf sie das Geschenk auspacken. Liegt sie mit ihrer Vermutung falsch, muss sie ein Kleidungsstück ablegen und einen Schnaps trinken. Nach derartigen Veranstaltungen tauchen dann oft Erinnerungsfotos mit einer fast nackten, betrunkenen Braut auf, die lediglich mit einer Schärpe bekleidet ist auf der zu lesen steht: „Gut, dass du morgen heiratest“. Bei den brasilianischen Männern gibt es als Gegenzug dazu den Brauch des Chá de Bar für den Junggesellenabschied. Dabei bringen die Herren dem Bräutigam die Grundausstattung für die Hausbar mit, die natürlich umgehend verköstigt werden muss.

 

Brautentführung

Die Entführung der Braut ist auf Vorbilder der Antike zurückzuführen. – Während dieser Zeit hatte der Bräutigam oft nur die Möglichkeit durch Raub an seine Braut zu gelangen, dabei wurde der Raub oft auch nur symbolisch durchgeführt.
Heutzutage sind es meist gute Freunde, die eine Brautentführung inszenieren. Die Braut wird dabei samt Brautstrauß von der Hochzeitsfeier in ein dem Brautpaar gut bekannten Lokal entführt. Der Bräutigam muss dann auf die Suche nach seiner Braut gehen und die Rechnung im Lokal bezahlen, um seine Angetraute wiederzubekommen.

Wenn Sie die Entführung der Braut planen, sollten Sie darauf achten, dass nicht zu viel Zeit dabei verstreicht, in der die Hochzeitsgesellschaft ohne Brautpaar auskommen muss.

 

Hochzeitswalzer – Ehrentanz für das Brautpaar

Der Hochzeitswalzer – Wiener Walzer – ist der klassische Ehrentanz für das Brautpaar. Sie müssen aber nicht zwingend den schnellen Walzer tanzen. Wenn Sie einen Lieblingstanz haben oder mit einem langsameren Tanz besser klarkommen, stimmen Sie sich darüber mit den Musikern im Vorfeld ab. Vielleicht haben Sie – als Paar – ja auch ein besonderes Lied, zu dem Sie gerne den Tanz auf Ihrer Hochzeit eröffnen möchten.
Der weitere Verlauf des Ehrentanzes wird unterschiedlich gehandhabt. – In einigen Regionen trennen sich Braut und Bräutigam nach einiger Zeit und fordern den Bräutigamvater beziehungsweise die Brautmutter zum Tanz auf. Nach und nach rücken dann andere Paare nach. An anderen Orten fordert die Band / der DJ zunächst die Brauteltern / Bräutigameltern dazu auf, mit auf die Tanzfläche zu treten, dann die Trauzeugen, die Geschwister und eventuell noch die Nachbarn. Danach wird die Tanzfläche für die gesamte Hochzeitsgesellschaft freigegeben.

Falls Sie noch nicht tanzen können oder etwas eingerostet sind, können Sie einen Tanzkurs buchen. Speziell für Brautpaare werden von vielen Tanzschulen Crash-Kurse in Form von Einzelstunden oder Gruppenstunden für die wichtigsten Tänze angeboten.